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Chemie

Mit der Bezeichnung Ecstasy wurde zunächst ausschließlich die Substanz MDMA  (3,4-Methylendioxymetamphetamin) gemeint. Mittlerweile dient "Ecstasy" oft als Oberbegriff für psychoaktive Substanzen aus der chemischen Gruppe der sogenannten Metamphetamine.
Diese Substanzen haben ein "Doppelgesicht". Sie entfalten sowohl die Wirkung von reinen Amphetaminen als auch Wirkungen von LSD und Halluzinogenen. Das heißt für den Benutzer: körperliche Aktivierung, Wachheit und Durchhaltevermögen - aber auch Bewußtseinserweiterung, Tranceerlebnisse und gesteigerte Kontaktfähigkeit.

Zwar ist der genaue Wirkmechanismus noch nicht geklärt, aber experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, daß bereits nach einmaligem Gebrauch erhebliche Störungen im Hirnstoffwechsel auftreten. Sie führen zu Schädigung von Reizleitungen, Nervenenden und chemischen Botenstoffen (sog. Neurotransmitter wie Serotonin oder Dopamin).
Es ist nach heutigem Wissensstand auch noch fraglich, inwieweit einmal aufgetretene Schäden im fein abgestimmten Neurotransmitterhaushalt ausgeglichen werden können.

Die Bedeutung von Serotonin und Dopamin liegt im besonderen bei der Steuerung von Gefühlen, Stimmungen, bei kritischer Realitätsprüfung und gedanklicher Konzentration.
Sowohl bei depressiven als auch bei schizophrenen Menschen besteht häufig ein relativer Mangel an diesen Substanzen, was sich durch kontrollierte Medikamentengabe ausgleichen läßt. Die ungestörte Einnahme des "antidepressiven Medikaments" MDMA dagegen verschärft auf die Dauer depressive und realitätsferne Gemütszustände und es entwickelt sich ein Teufelskreis.

Chemische Formeln und hier liegen Fotos gängiger Tabletten, die aber nicht auf unserem Server liegen, sondern auf einem Server der Universität Bonn !